Die gelieferten Ruten sind bereits pflanzfertig zurückgeschnitten und sollten in einem Abstand von ca. 40-50 cm zueinander gepflanzt werden. Sommertragende Himbeeren sollten entlang zweier Spanndrähte (70 und 130 cm Höhe) gepflanzt werden, damit sie nicht auseinander fallen, herbsttragende Sorten an einem lediglich 60 cm hohen Draht. Den Boden mulchen und für ausreichend Feuchtigkeit sowie Nährstoffe (Kompost, abgelagerter Mist etc. im Frühjahr) sorgen.
Sommertragende Sorten direkt nach der Ernte bodeneben zurückschneiden, und zwar die Ruten, die getragen haben (braunes Holz). Nur die Jungruten (grünes Holz), die im nächsten Jahr tragen werden, stehen lassen. Im Frühjahr die schwächsten Jungruten ebenfalls entfernen. Bei den herbstragenden Sorten in der Vegetationsruhe (Winter) alle Ruten bodeneben abschneiden, da diese Sorten am einjährigen Holz fruchten. Der jährliche Rückschnitt beugt der Himbeerrutenkrankheit vor.
Sollten die Blätter der Himbeeren bereits in der Vegetationsphase rasch gelb werden und absterben, haben sie die Himbeerwurzelfäule (Phytophthora fragariae var. rubi) und müssen gerodet und entsorgt werden. Da der Pilz jahrelang im Boden verbleiben kann, dürfen neue Himbeeren nur weit entfernt von dem Standort gepflanzt werden. Erst nach 5-6 Jahren ist der Boden wieder pilzfrei.
