Birnen sind insgesamt anspruchsvoller an ihren Standort als Äpfel. Erfolgversprechend sind Standorte mit voller Sonne, wind- und frostgeschützt und mit tiefgründigem Boden. Birnen wurzeln tiefer als Äpfel und vertragen daher auch eher trockene Lagen. Geeignet sind Löß-, Mergel-, sandige Lehm- bis lehmige Sandböden. Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit scheiden aus. Das Anbaugebiet reicht bis etwa 300 m Höhe, als Wandobstbau auch höher. Die frühe Blüte der Birnen ist besonders frostgefährdet.
Birnen brauchen, genauso wie Äpfel, eine diploide Sorte als Pollenspender, damit es zur Bestäubung der Blüten kommen kann. Triploide Sorten wie Alexander Lucas oder die Gute Graue sind nicht als Pollenspender zu gebrauchen. Die Übertragung des Blütenstaubes geschieht durch Bienen und anderen Insekten sowie durch den Wind. Ist ein geeigneter Pollenspender nicht vorhanden, wird der Birnbaum auch nicht tragen können. Es ist daher darauf zu achten, ob in der näheren Umgebung weitere diploide Birnenbäume zur Bestäubung zur Verfügung stehen.
Zur Tabelle Befruchtungsbiologie
süß-säuerliches, leicht schmelzendes Fruchtfleisch, mittlere bis große Früchte, GT Mitte Juli bis Anfang August - die erste Sommerbirne!
