Ca. 7000-8000 v. Chr. wurde Wildgras kultiviert. Es entstand das Einkorn (Triticum monococcum). Die Getreideähre besteht im allg. aus nur einem Korn. Etwa gleichzeitig entstand die Kreuzung von Einkorn mit Wildgräsern und es entstand der Emmer (Triticum dicoccum). Die Ähren von Emmer enthalten in der Regel 2 Körner. Aus einer Kreuzung von Emmer mit Ziegenweizen ( Aegilops tauschii) entstand der Saatweizen (Triticum aestivum ssp. vulgare) und aus einer anderen der Dinkel (Triticum aestivum ssp spelta). Das milchreif geschnittene, gedörrte und geschälte Korn ergibt Grünkern. Der Anbau von Dinkel ist seit über 1000 Jahren im Schwäbischen verbürgt.
Roggen (Secale cereale) stammt aus Afghanistan und wird seit der Eisenzeit in Mitteleuropa angebaut. Er ist genügsamer und anpassungsfähiger als Weizen. Inzwischen gelang die Kreuzung zwischen Weizen und Roggen (Triticale). Das Mehl besitzt sehr gute Eigenschaften.
Hafer (Avena sativa) kommt vermutlich aus Nordafrika und hat sehr geringe Bodenansprüche. Hafermehl hat einen geringeren Klebergehalt und kann deshalb nicht verbacken werden. Zubereitung als Haferflocken oder Grütze.
Gerste (Hordeum vulgare) stammt wohl aus dem vorderasiatischen Raum und wurde als aller erstes in Kultur genommen. Man unterscheidet zwei-und mehrzeilige Gerste. Braugerste ist die zweizeilige Sommergerste mit geringem Eiweißgehalt. Sie liefert nach Ankeimen und Trocknen das Malz für die Bierbrauerei. Die sechszeilige Gerste mit hohem Eiweißgehalt wird als Brotgetreide und Viehfutter verwendet.
hoher Strohertrag und gute Standfestigkeit. Hoher Ertrag und sehr gute Backfähigkeit.
Wurde bei Ausgrabungen in Deutschland gefunden. Höhe 1,6 m.
