Die Heimat des Rhabarbers liegt zwischen Ostsibieren und China bis Burma. Er gehört zu den Knöterichgewächsen und ist z.B. mit dem Sauerampfer verwandt. Die Pflanzen sind anspruchslos und absolut frosthart. Der Platzbedarf dieser Staude, die bei guter Pflege durchaus mehr als 10 Jahre alt werden kann, beträgt ca. 1 qm. Sonnige bis halbschattige Standorte werden bevorzugt. An Standorten, an denen bereits Rhabarber mehrere Jahre stand, sollte die folgenden 5 Jahre wegen möglicher Rhizomerkrankungen (Violetter Wurzeltöter, Rhizoctonia-Pilz) keine Neupflanzung erfolgen. Rhabarber liebt einen gut durchlässigen, nährstoffreichen Boden und ausreichend Feuchtigkeit, jedoch keine stauende Nässe, da sonst die Wurzeln faulen. Regelmäßige Kompost- oder Stallmistgaben, vor allem im Frühjahr vor dem Austrieb, dankt er mit hohen Erträgen. Hohe Gaben an Stickstoff sind notwendig. Daher sollte zusätzlich 100 g Volldünger pro Pflanze pro Jahr gegeben werden.
Geerntet werden können die kräftigen Stiele ab Ende April. Nie mehr als ein Drittel der Stiele herausdrehen bzw. ruckeln (nicht brechen oder schneiden!). Eine Ernte über Ende Juni hinaus schwächt die Pflanze. Außerdem erhöht sich im Sommer der Gehalt an Oxalsäure. Mit Schlitzfolie abgedeckte Pflanzen gewähren bereits ab Anfang April die erste Ernte. Blütentriebe während der Ernte müssen durch Ausbrechen direkt über dem Boden entfernt werden. Rhabarber ist vitamin- und mineralstoffreich und hat einen hohen Anteil an Fruchtsäuren. Die Säuren wirken erfrischend, blutreinigend und verdauungsfördernd. Daher eignet er sich im Frühjahr für entschlackende Frühjahrskuren. Die enthaltenen Ballaststoffe (Pektine) wirken auf den Darm reinigend. Da die Blätter giftige Anthracenglykoside enthalten, dürfen sie nicht verzehrt werden. Rezepte
