Die Gattung der Lilien besteht aus knapp über 100 Arten, zu denen jedoch nicht die Taglilien (Hemerocallis) und Schwertlilien (Iris) zählen. Sie sind auf der nördlichen Hemisphäre in Europa, Asien, Afrika und Amerika in der Regel auf frischen, leicht schattigen Standorten zu finden.
Wegen ihrer Schönheit ist die Lilie eine der am längsten von Menschen kultivierten Blumen. Dennoch begann eine intensive Züchtungsarbeit erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts u.a. in der USA, England und natürlich in Holland. Mittlerweile gibt es tausende Hybriden, von denen aber nur wenige wirklich lange am Markt bleiben.
Lilien sind jedoch nicht nur wegen Ihrer Schönheit beliebt. Der adstringierend wirkende Pflanzensaft wird in der Volksmedizin u.a. zur Heilung von geschädigtem Gewebe eingesetzt. Außerdem sind bis auf den Samen alle Teile der meisten Lilien eßbar. Die stärkereichen, je nach Art süßlich bis bitter schmeckenden Zwiebeln werden in Fernost ähnlich wie Kartoffeln verwendet. Aber auch die Blätter, Blütenblätter und Knospen finden Verwendung beim Kochen. Achtung Katzenbesitzer: Für Katzen sind Lilien giftig und führen bei Aufnahme zu Nierenversagen!
Lilien sind Geophyten, d.h., Sie sterben nach der Blüte im Sommer und der Ausbildung der Samen in den Kapselfrüchten oberirdisch ab (Ausnahme: L. candidum - Madonnenlilie) und überwintern in ihren Zwiebeln, die überlappenden Schuppen und nicht wie z.B. Tulpen eine Außenhaut haben.
Alle Lilien mögen ganzjährig Bodenbedeckung aus Mulch, Reisig oder bodendeckende Stauden. Ein Umpflanzen der Zwiebeln der Hybriden nach einigen Jahren fördert die Blütenfülle. Der Boden sollte tiefgründig, humos und kalkfrei sein.
