Die Quitte gehört mit zu den ältesten Obstarten. Bereits vor rund 4000 Jahren wurde sie kultiviert. Die Heimat der Quitte ist Kreta und Griechenland. Wildformen stammen aus Transkaukasien, Persien und Turkestan. Der botanische Name stammt wahrscheinlich von der Stadt Kydonia auf Kreta, wo der Baum häufig vorgekommen sein soll.

An deutschen gebräuchlichen Namen wären noch Quittich, Schmeckbirne, Kutten-, Kotten- oder Klittenbaum zu nennen. Quitten werden bis zu 4 m hoch. Die Früchte werden nicht nur zu Speisen, sondern wurden vor allem früher zu Heilzwecken verwendet. Sie enthalten Schleim, Amygdalin, Emulsin, Gerbstoff und freies Öl. Der Schleim wirkt reizlindernd, ein Auszug aus den Samen wird zu Hustenmitteln verarbeitet.

Das Holz der Quitte ist empfindlicher gegen Frost als das der meisten Apfel- und Birnensorten. Junge Triebe können bei tiefen Temperaturen so stark zurückfrieren, daß der Ertrag darunter leidet. Die Blüte ist jedoch vor Frühjahrsfrösten geschützt, da sie relativ spät blüht.

An den Standort stellen Quitten ähnlich hohe Ansprüche wie Birnen. Der Boden sollte mittelschwer, warm, durchlässig und nicht zu trocken sein. Staunässe ist aber in jedem Fall zu vermeiden. Quitten mögen viel Sonne, wachsen aber auch noch im Halbschatten. Da die Quitten am jungen Holz tragen, sollte der Baum nur mäßig beschnitten werden. Es reicht, wenn die sich kreuzenden Triebe herausgenommen werden. Wegen des Winterfrostes sollten Quitten erst im Frühjahr beschnitten werden.

Die Quitte ist ein Flachwurzler und verträgt von daher nur eine flache Bodenbearbeitung. Eine Bodenbedeckung, z.B. Mulch o.ä. ist sehr sinnvoll. Humusreiche Düngung führt zu hohen Erträgen. Die Früchte sind roh in der Regel nicht eßbar, weil sie zu hart und gerbstoffhaltig sind. Die Verwendung roher Früchte ist dennoch vielseitig. Sie wirken heilsam bei Durchfall, Darmbluten, Tuberkulose und Bluthusten. Bei Durchfall werden getrocknete Früchte gekocht. Der Schleim der Kerne wirkt kühlend, mildernd und heilend. Ausgekocht wirkt er bei Rachenentzündungen. Marmelade, Kompott, Gelee, Sirup, Mus und Saft lassen sich aus den Früchten herstellen, teils durch alleinige Verwendung, teils aber auch durch Beigabe anderer Früchte.


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