Topinambur (Heliantus tuberosus), auch Indianerkartoffel genannt, sind eßbare Knollen, die in der Erde heranreifen und nach der Ernte frisch verzehrt werden. Der französische Offizier Samuel de Champlain entdeckte die Staudensonnenblumen 1603 bei den Indianern in Kanada. In Europa hatte anfangs nur der Hochadel von den in den königlichen Gärten Versailles' kultivierten Pflanzen die Möglichkeit, die nach Artischocken schmeckenden Knollen zu verkosten. Doch was rar ist und dem Adel schmeckt, wird schnell stibitzt und schon bald in ganz Europa angebaut.
Gerade in Notzeiten waren die Knollen, die völlig unkompliziert im Erdreich vor sich hin wachsen und nicht wie Kartoffeln Pflege und regelmäßige Ernte bzw. Neupflanzung benötigen, eine willkommene und oft auch über lange Strecken hinweg einzige Möglichkeit, dem Hungertod zu entkommen.
Aber nicht nur in Notzeiten stellen die Indianerkartoffeln eine Bereicherung des Speiseplans dar. Sie enthalten als Reservestoffe die Kohlenhydrate des Fruchtzuckers (Fruktose): Inulin und Oligofruktane. Das wird Diabetiker interessieren, denn Inulin und Oligofruktane passieren Magen und Dünndarm unverdaut. Erst im Dickdarm wird das Inulin abgebaut. Topinambur hat positive präbiotische Eigenschaften.
Prof. Dr. Günter Bärwald hat in seinem Buch 'Gesund abnehmen mit Topinambur' (s.u.) die positiven Eigenschaften der Knollen in der Ernährung beschrieben.
So ganz 'nebenbei' sind die Pflanzen mit ihren gelben sonnenblumenartigen Blüten auch noch attraktiv. Sie bilden im Sommer bis zu 2 m hohe Pflanzen. Im Winter  friert das Laub ab, aber die Knollen halten im Boden auch noch Temperaturen von -30 Grad Celsius aus.

Die Nachteile der Pflanze sollten allerdings nicht verschwiegen werden: die Knollen sind nicht lange lagerfähig und sollten daher immer frisch geerntet werden. Außerdem ist Topinambur 'wüchsig'. Einmal im Jahr, in der Ruhephase von November bis März/April, sollten die Knollen alle aufgenommen und neu gepflanzt werden, damit der Ausbreitungsdrang kontrolliert werden kann und sich die leckeren Knollen nicht zur Plage verbreiten.
Der Knollenabstand bei der Pflanzung sollte 20-30 cm betragen. Der Standort muß sonnig und wenn möglich windgeschützt sein. Die Pflanztiefe ist 5-10 cm. Topinambur eignet sich für alle Böden, benötigt aber im Sommer ausreichend Feuchtigkeit.

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