Bauernhortensien stammen ursprünglich aus Japan, wo sie in Ufernähe zu finden sind. Die heute im Handel befindlichen Sorten sind allesamt Züchtungen. Sie mögen einen mäßig nährstoffreichen, feuchten aber wasserdurchlässigen, kalkfreien Boden, der nicht austrocknen darf. Eine Mulchbedeckung ist daher ratsam. Zu viel Stickstoff im Boden gefährdet das Ausreifen der Triebe und kann im Winter zu starken Frostschäden führen. Spätfrost im Frühjahr könnte u. U. die Blütenknospen gefährden. Die Pflanzen in dieser Situation mit Vlies etc. abdecken, ggf. Triebe weit zurückschneiden. Ein Rückschnitt sollte möglichst im März/April stattfinden. Besonders schöne blaue Blüten kann man mit Hilfe von Alaun (Aluminium-Kaliumsulfat, 3-5 g/l ins Gießwasser geben) 'zaubern'.
Bauernhortensien teilen sich in 2 Gruppen: Ballförmige und tellerförmige (Lacecap).
Die ballförmigen, eher halbkugeligen Blütenstände der Sorte 'Ayesha' entfalten sich erst cremeweiß und dann hellblau bis rosa, je nach Boden-pH-Wert, so daß mehrere Farbtöne an dem Strauch gleichzeitig auftreten. Die von Juni bis September erscheinenden, zierlichen Einzelblüten sind schalenförmig und erinnern an eine Fliederblüte und duften sogar leicht. Im Herbst verfärbt sich das Laub und setzt Akzente. Der rundliche, dichtbuschige Strauch mit dem glänzenden Laub wird ca. 100-130 cm hoch und breit und braucht einen geschützten, halbschattigen Standort. Winterschutz in der Jugend ist empfehlenswert oder eine Kultur im Kübel und frostfreie Überwinterung.