Die starkwüchsige, rechtsschlingende Art ist in Europa heimisch und als Wald- und Heckenbegleitpflanze bekannt. Diese neue Sorte, benannt nach dem englischen Gartenfachmann, -autor und -planer Graham Thomas, erreicht eine Höhe ca. 4-6 m und blüht länger als die Art. Die zahlreichen, in Quirlen stehenden Röhrenblüten sind als Knospe rötlich überzogen, erblühen dann weiß und färben sich im Verblühen blassgelb bis cremefarben. Alle Entwicklungsstadien sind an einer Pflanze gleichzeitig zu finden. Sie verbreiten – besonders in den Abendstunden - einen wunderbaren Duft um sich. Zahlreiche Insekten werden vom reichlichen Nektarangebot angezogen. Aus den von Juni bis September erscheinenden Blüten entwickeln sich in heißen Sommern leuchtend rote Beeren, die bei Verzehr zu Magenverstimmung führen (schwach giftig). Die dunkelgrünen, früh austreibenden Blätter sind unterseits hell.
Der Waldgeißbart braucht einen feuchten, kühlen und schattigen Wurzelbereich, die restliche Pflanze toleriert Sonne oder Halbschatten. Kalkhaltige Böden werden gemieden. Der rechtswindende Schlinger benötigt Kletterhilfen, eignet sich gut zur Begrünung von Pergolen, Lauben, Zäunen und älteren Bäumen.
Tipp: Eingewachsene Pflanzen sind nach der Blüte zurückzuschneiden, indem etwa 1/3 der Blütentriebe beseitigt werden. Im zeitigen Frühjahr gut ausgereiften Kompost oder Mist etwa 7 cm stark im Wurzelbereich auftragen.