Die 1925 von Otto Schindler in Dresden-Pillnitz gezüchtete Mieze Schindler war bis dato eine in Geschmack und in Bezug auf ihr feines Erdbeeraroma unübertroffene Erdbeersorte, die allerdings wegen der recht kleinen Früchte, der Anfälligkeit für Fruchtfäule und vor allem wegen der Unfähigkeit, sich selbst zu befruchten, entscheidende Nachteile aufweist. Jetzt ist es Dr. Barbara Dathe aus Pirna mit der Sorte Mieze Nova gelungen, diese Nachteile auszugleichen und eine ebenbürtige Sorte auf den Markt zu bringen.
Bei Mieze Nova sind die Früchte größer, fester und weniger anfällig gegen Fäulniss. Außerdem weisen die Blüten Staubgefäße auf und benötigen nicht mehr eine andere Sorte zur Bestäubung, damit sich auch Früchte entwickeln können. Auch die längere Ernteperiode ist sicherlich von Vorteil, denn nach der Haupternte im Juni liefert Mieze Nova auch noch zur Nachernte im Juli und August Früchte.