Seit einigen Jahren gibt es auch bei uns in Deutschland Kiwi-Sorten. Kiwis sind Schlingpflanzen und benötigen ein Spalier, da die Triebe durchaus bis zu neun Meter lang werden können. Die zur Familie der Strahlengriffelgewächse gehörenden Pflanzen sind zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen, und die benötigt man auch, wenn man Ende Oktober im eigenen Garten ernten will. Wer Platz genug hat: eine männliche Pflanze kann bis zu 8 weibliche befruchten.
Da Kiwis doch recht wuchsstark sind, benötigen sie zwei Schnitte im Jahr: Im April - nicht früher - werden alle überflüssigen Langtriebe gekappt, und im Sommer werden lange Triebe über dem dritten bis vierten Auge gekürzt.
Kiwis sind zwar doch recht frosthart, hätten sich aber freiwillig nicht unser Klima ausgesucht. Es kann daher nicht schaden, ihnen im Winter einen Frostschutz aus Stroh um den Stamm geben. Neuere Züchtungen wie die kleinerfrüchtige Bayernkiwi 'Weiki', sind absolut winterhart.
'Hayward' ist eine großfrüchtige Kiwi-Sorte. Die Früchte sollten bis mindestens Ende Oktober hängenbleiben, um eine gute Reife zu erzielen. Man kann aber auch bei der Reife ein bischen nachhelfen, indem sie zusammen mit Äpfeln (die produzieren Ethylen) in Plastiktüten verpackt werden. Geduld ist jedoch notwendig, denn frühestens nach drei bis vier Jahren tragen Kiwis die ersten Früchte.
'Hayward' ist die weltweit kommerziell am weitesten verbreitete Sorte. War früher Neuseeland das Hauptlieferland von Kiwifrüchten, ist es heute Italien, gefolgt von Neuseeland, Chile, Frankreich und Griechenland.
Befruchtet wird 'Hayward' durch 'Male' .
Benannt wurde die Sorte nach dem Neuseeländer Hayward Wright, der nicht nur bei den Kiwis besondere Züchtungserfolge aufzuweisen hatte.