Die frostharte Alternative zu den großfrüchtigen Kiwi-Sorten ist die extrem frostharte (bis - 30°C) 'Weiki', die zudem auch nicht spätfrostgefährdet ist. Sie ist pflegeleicht und zeichnet sich durch eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen aus. 'Weiki' wurde von der TU München-Weihenstephan, Lehrstuhl für Obstbau, ausgelesen.
Die duftenden Blüten sind ca. 2 cm groß und reinweiß bis cremefarben und erscheinen im Mai. 'Weiki' ist zweihäusig. Es werden also für die Fruchtproduktion männliche und weibliche Pflanzen benötigt, doch werden diese bereits zusammen in einem Container geliefert. Die Blütentriebe bilden sich am alten, meist einjährigen Holz. Die Früchte haben etwa Walnußgröße und nicht die feinen Haare, die wir von Kiwis gewöhnlich kennen, sondern sind glattschalig. Die Früchte werden gegen Ende Oktober geerntet und sind problemlos bis Dezember haltbar, im Kühllager (keine Äpfel im gleichen Raum lagern) auch länger. Pro Strauch können rund 5 kg geerntet werden, doch setzt die Fruchtbildung erst ab dem dritten Jahr ein.
Die 'Weiki' ist widerstandsfähig und anspruchslos. Schwach saure Böden werden bevorzugt, aber auch auf kalkhaltigen kommt sie gut zurecht. Es reicht aus, die Pflanzen im Frühjahr mit Kompost zu düngen. Krankheiten und Schädlinge sind bislang nicht bekannt.
Mit ihrem außerordentlich hohen Gehalt an Vitamin C (200 bis 400 mg/100g) übertrifft sie die meisten anderen Obstarten um ein Vielfaches. Bedeutende Inhaltsstoffe sind ferner Calcium, Kalium, Eisen und Ballaststoffe. Wegen der dünnen Schale, die mitgegessen werden kann, können die Früchte auch zu Gelee, Marmelade, Saft, Wein, Bowle... verarbeitet werden.