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Stachys affinis -- Knollenziest, Japanische Kartoffel, choro-gi (Japan), Crosne du Japon
ArtikelNr.: 5121600

beschreibung:

Ein bei uns seltenes Gemüse liefert der Knollenziest. Diese mehrjährige Pflanze ist mit dem Sumpfziest, Heilziest und Wollziest verwandt. Sie bildet ähnlich wie die Kartoffel unterirdische Ausläufer, die sich an der Spitze knollenartig verdicken. Leider werden die Knöllchen nicht so groß wie Kartoffeln. Da sie vor allem an den Zwischenbereichen verdicken, entstehen perlschnurartige Knöllchen von 4-5 cm Länge. Die Blätter sehen denen von Zitronenmelisse oder Minze ähnlich, duften aber nicht. Die Stauden werden etwa 40-50 cm hoch. Der Ziest gehört wie die Minze zu den Lippenblütlern. Knollenziest stammt ursprünglich aus China. Vor mehr als 135 Jahren, 1882, wurde er von dem russischen Botaniker Emillii Vasilevich Bretschneider aus Beijing nach Crosne in Frankreich eingeführt. Dort wurden die Knollen unter dem Namen 'Crosne du Japon' gehandelt, da sie in dieser Stadt als erstes kommerziell angebaut wurden. In der Region um Lyon sind sie auch heute noch gefragt.

 

 

Die Knöllchen werden im März/April in Horsten zu je drei Stück im Abstand von 30 cm 6-8 cm tief ausgepflanzt. Der Reihenabstand beträgt 40 cm. Mehr ist eigentlich nicht zu tun bis zur Ernte. Das Einkürzen der Triebe um ca. 1/3 fördert das Knollenwachstum. Die Knollenbildung setzt erst im Herbst ein. Geerntet wird ab Oktober, wenn das Laub abgestorben ist. Sandiger Boden erleichtert die Ernte und das Reinigen der Knöllchen. Man kann die Knöllchen nach Bedarf ernten oder alle aufnehmen und in Sand einschlagen, da sie offen gelagert schnell ihre Frische verlieren. Wegen der dünnen Haut trocknen die Knollen an der Luft relativ schnell aus. Am besten für kurze Zeit im Kühlschrank lagern oder in Wasser einlegen und vor allem dunkel lagern. Die Knollen sind frosthart und können im Boden bleiben. Am besten wird der Anbau gleich als mehrjährige Kultur in einem eigenen Beet angelegt. Nicht geerntete Knöllchen treiben wieder aus und verunkrauten sonst andere Gemüsebestände. Es gibt bei der Kultur keine Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen. Ältere Bestände können durch Virusinfektionen geschwächt sein.

 

 

Die Ernte erfolgt im Oktober und erfordert etwas Ausdauer, bis man genug Knollen für einen Vorspeisenteller mit vier Personen zusammen hat. Dafür genügt aber auch das Säubern mit einer Gemüsebürste unter scharfem Wasserstrahl und Verlesen der Knöllchen. Die frischen perlmuttweißen Knöllchen schmecken knackig saftig und können roh gegessen oder in Salate geschnitten werden. Neben 76-80 % Wasser enthalten sie etwa 18% des Zuckers Stachyrose. Der Geschmack der in Butter angebratenen oder frittierten Knöllchen erinnert an Artischocken oder Esskastanien, sehr angenehm nussig. Auf ein paar Blättern Salat angerichtet, mit einer Prise Salz abgeschmeckt, gibt es eine ausgefallene Vorspeise, mit der man seine Gäste überraschen kann. Man kann ihn in Teig ausbacken oder mit hellen Saucen zu Geflügel als Beilage servieren. Bei der derzeitigen Mode, Gemüse im Wok zuzubereiten, sollte der Knollenziest eigentlich eine Renaissance erfahren.




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FamilieLamiaceae

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